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Zur schönen Literatur und Kunst Theil 8 (1821) Stimmen der Völker in Liedern
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184
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Denn ich bin Sohn eines Mohren»Und einer gefangnen Christin;

Und noch war ich Kind und Knabe,

Als die Mutter oft mir sagte:

Lügen, Sohn, das mußt du nimmer?Lügen, Sohn, ist niederträchtig.

Um deswillen frage, König,

Und ich will dir Wahrheit reden.

Habe Dank, Mohr Abenamar,

Daß du also höflich redest.

Was sind das für hohe Schlösser;

Die dort stehn und wiederglanzey

Dieß, Sennor, ist der Alhambra, *)Und die andre hie Mesquita;

Jenes sind die Alijares,

Wundernswürdig aufgeführet.

Und der Mohr, der auf sie führte»Hatte Tags hundert Dublonen,

Aber wenn er nicht am Bau war.

Mußt' er Tages hundert zahlen,,

Jenes ist der Gcn'ralife, **)

Ist ein Garte sonder Gleichem

*) Das Schloß der mohrifchen Könige. S. PtüersRcisebeschreibung, Ebelin gs Ausg. S. 322 ««. f. Mesquita, die königliche Moschee.

**) Ein Lusthaus und Garten.