i5c> IV, Lieder aus dem hohen Nord,
An Zikolo, an des stolzen JankoNeffen. Er gab ihr von rother SeideDrei gar aus der Maaßcn schöne Kleider,
Und von feinem Golde drei Agraffen,
Und drei Diamanten, also prächtig,
Daß an ihrem Glayz man Abends speisenUnd in Mitternacht, als war' es Mittag,
Zehen Pferd' bchufcn könnte. Also
Ist für dich, o Krieger, nicht das Mädchen."
Traurig saß auf dieses Wort der Jüngling,Sprach nicht mehr und schloß die Nacht kein Auge,Und nach langer Nacht bei Tages AnbruchSprang er auf, auf seine wackern Füße,
Ging zum Zelt des Bascha und mit tiefenWorten sprach er also: „Hoher Bascha!
Unter allen Schönen, die dein weitesLand dir zollet, ist von HimmelsschönheitHier ein Mädchen, unsrer Sprache kundig,
Tochter des Nikolo, Herrn von Gravd."
Und der Bascha ließ den Grafen rufen,
Sprach vertraulich zu ihm: „Ist es Wahrheit,Was die Rede saget? deine TochterSey so schön und lieblich aus der Maaßen?x Wolltest du sie mir zur Gattin geben?"
Unverändert sprach der edle Vater„Schön ist meine Tochter , hold und, lieblich zAber längst ist sie zur Braut vermählet.
Zekulo, des stolzen Janko Neffe,
Gab von rother Seide ihr drei Kleider,
Und von feinem Golde drei Agraffen,
Und drei Diamanten."