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Zur schönen Literatur und Kunst Theil 8 (1821) Stimmen der Völker in Liedern
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r22 IV/ Lieder aus dem hohen Nord.

hätten: und wo ist ein Volk, fragt' er, das nichtgesungen hat? Er hatte (wie ers nannte) eineGarbe zärtlicher Ljcdlein gefammlet, wovon ichseine Uebersetzung besitze, die ich vielleicht mitthcilenkann, und wodurch dem undcutschcn Spitz desHerrn Pastors Johann Wisch mann kein Ab-bruch geschehen soll. Wenn ich nicht diese Garbein Händen hatte, würde ich doch vom Urtheil mei-nes -Vaters, der kein Eurlandcr war, die Appcla-tion cinzulegen, anrachen, In diesen Licdcrchenherrscht bäurisch zärtliche Natur und Etwas demVolk eigenes. Die Uebersetzung ist nach meinesVaters Manier."

Komm, o komme, Nachtigallchcn.!Komm mit deinem warmen Sommer;Meine lieben jungen BrüderWüßten sonst die Saatzeit nicht.

Liebes Mütterchen, die Biene,

Die so vielen Honig hat,

Allen giebet sie nicht Honig,

Doch der Sommer allen Brod.

Vater, Väter bahnen Wege,Kinder, Kinder folgen nach;

Gebe Gott, daß unsre KinderUnfern Wegen folgen nach.