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Zur schönen Literatur und Kunst Theil 8 (1821) Stimmen der Völker in Liedern
Entstehung
Seite
90
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111, Vorrede

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mich, simpel und ebne Anmaßung ;n zcigcn, wasich denn, der unschuldig dazu Gelegenheit gegebenhaben sollte, unter Volksliedern verstünde und nichtverstünde ? hakte oder nicht hatte? u. dgl.

Das ist auch die Ursache, warum ich hie undda Stücke geliefert habe, die freilich, wie es mir'.niemand demonstrircn darf, nicht Volkslieder sind,meinethalb auch nimmer Volkslieder werden mögen.Ich sah leider! beim ersten Lheil, welche armseligeIvestalt die gute Feldblume mache, wenn sie nunim Gartenbeet des weißen Papsirs dasteht und vomhonetten Publikum durchaus als Schmuck- und Kai-serblumc beäuget, zersiickr und zergliedert werden soll,wie gern und inständig sie dieses verbat, ! Man hateinmal keinen andern Begriff von Lied und Le-se re», als: was da ist, muß zur Parade daseyn; an Noth und einfältiges Bedürfnis ist keinGedanke. Ich habe also im zweiten Lh,il die arti-gen Leser und Kunstlichter, so viel ich konnte, ge-schont, von englischen Balladen kaum zwei oder dreimehr geliefert, und auch zu diesen lieber die histori-schen Stücke, über deren Werth keine Frage mehrist, z. E. Pcrcy, Murray u. dgl. gewablet.Mit den andern, die ich zu geben dachte, mit in-nen , als mit erbärmlichen Abentheuer- undMordgesc hi chten, habe ich das korrekte Publi-kum verschonet.

Auch aus dem Spaniüchen habe ich nur wenigStücke gegeben, weil nichts schwerer ist, als dieUebersetzung einer simpcln spanischen Romanze. Ueber-setze jemand, wenn sich, ein langes historisches