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III, Vorrede
noch weniger, solcher und keiner andern Gestalt,und in solcher und keiner andern Menge zu lie-fern. Sollte nicht jedem Autor oder Sammler seinPlan bleiben, wie viel oder wie mancherlei Absich-ten er in ihn bringe? Nicht wie erwählt? sondern,wie er, was er wählte, ausführt? davon ist dieFrage.
Ucbcrhaupt ists ja für jeden, der in der Ge-schichte das Heut und Gestern kennet, so gut alsausgemacht, daß lyrische Dichtkunst, oder, wie dieHerren sagen, deutsche Originallieder nichteben der Nerve unsres Volks und die erste Blumeseiner poetischen Krone gewesen, Treuherzigkeit undehrliche Lehrgabe war von jeher unser Charakter, sowie im Leben, so auch im Schreiben und in derDichtkunst. Dieß zeigt sich in allen Jahrhunderten,aus denen man deutsche Geschichte, Chronik, Sprüch-wsrter, Reime, Erzählungen, Lehrsprüche u. dgl.selten aber Lieder und Lieder der Art kennet, dieman noch jetzt auftragen könnte. Liege es an Ur-sachen von innen oder außen (wie gewöhnlich, liegtsin beiden); so war von jeher die deutsche Harfedumpf, und die Volksstimmen niedrig und weniglebendig. Eine Sammlung Lehr- und Sinn-gedichte ließe sich sehr reichlich und auch in denschlechter» Dichtern gute und leidliche Stellen dazuaufsinden; eigentlicher Gesang aber ist entweder ver-hallet , oder wenn man nicht Kraut und Unkrautzusammen austragen will, ists schlimm und arm,ein deutscher Percy zu werden. Zu einem solchenist mir yie Sinn oder Muth gestanden-