englischen und deutschen Dichtkunst. 53
eine Sprachgesellschaft oder liellss-I.sttrss-Acscks-mis einer solchen Kleinigkeit annebme, erkeller vonselbst. Hier ist dazu weder Lrt noch Zeit.
Ich sage nur so viel: Hatten wir wenigstens dieStücke gcsammlet, aus denen sich Bemerkungen oderNutzbarkeiten der Art ergäben — aber wo sind sie?Die Engländer — mit welcher Begierde haben sieihre alte Gesänge und Melodien gcsammlet, gedrucktund wieder gedruckt, genutzt, gelesen! Ramsay,-Percy und ihres Gleichen sind mit Beifall aus-genommen, ihre neuern Dichter Sbcnstone,Mason, Mallet haben sich, wenigstens schonund müssig, in die Manier hineinqcarbeitct: Dry-dcn, Pope, Addison, Swift sie nach ihrerArt gebrauchet: die altern Dichter, Ehaucer,
Spenser, Shakespear, Milton haben inGesängen der Art gelcbcr, andre edle Männer,Philipp Sidney, Selben, und wie vielmüßte ich nennen, haben gcsammlet, gelobt, be-wundert; aus Samenkörnern der Art ist der Brit-ten beste lyrische, dramatische, mythische, exi'cheDichtkunst erwachsen, und wir — wir überfüllte,satte, klassische Deutsche — wir? Man lasse inDeutschland nur Lieder drucken, wie sic Ramsay,Percy u. a. zum Theil haben drucken lassen, undHere, was unsre geschmackvolle, klassische Kunstrich-ter sagen!
An allgemeinen Wünschen fehlts freilich nicht.Als vor weniger Zeit die Barden-Windsbraut braus-te: wie wurde nach den Gesängen gerufen, biedergroße Karl gcsammlet haben soll! Wie wurden