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Zur schönen Literatur und Kunst Theil 9 (1821) Blumenlese aus morgenländlichen Dichtern
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359
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X. Prc I ß'schrift'en.

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voll von Kenntniß der menschlichen Seele und derLeidenschaften, als voll Kenntniß der bürgerlichenZwecke und Geschäfte, zu denen geredet werden soll-Plutarcbs Schriften sind alle in diesem zartenSinne der Menschheit geschrieben, sowohl seine Ab-handlungen als Lebensläufe; Cicero selbst kommtihm hierin nicht Key. Quintilian ist eine Tennevoll goldner, gereinigter Weisheitskörncr. Unter denneueren Theoristen hat sich Roll in insonderheit nachdem Geschmacks der Alten gebildet, und unter unshat insonderheit Sulz er in diesem Geschmacks desWahren und Guten theoristret. Mit diesen und an-dern Hülfsmitteln theils unter den genannten, theilsunter andern Nationen, laßt sich in unfern Tagenwohl eine Theorie der schönen Wissenschaften Vor-trägen, von der man sagen kann, daß sie den Hä-hern mit Geist und Leben diene.

Wie aber Theorie allein nicht alles thut, sokömmts am meisten aufBep spiele solcher an, diein den h ö h ern Wissenschaften mit dem wahren Sin-ne der. Menschheit und in den schönen mit Sinnund Vorgeschmack der höhern geschrieben und gehan-delt haben. Ich will mein Lied nicht doppelt singen,und die alten Dichter, Redner, Geschichtschreiber undPhilosophen, bey denen alles noch glückli-cher Weise Eins war, abcrmal und aufs neuerühmen. Auch unter den Neuern hat jede höhereWissenschaft schöne Genien gehabt, die sie im wah-ren Geiste der Menschheit behandelt haben, wie csauch an Dichtern nicht gefehlt hat, die mehr alsDichter waren, und dies Mehrere ihren Werken cin-drücktcn. Ich darf von den letzten nur die Nameneines Dante, Petrarcha, Tasso, eines Mil-