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Zur schönen Literatur und Kunst Theil 9 (1821) Blumenlese aus morgenländlichen Dichtern
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lind Erempcl der Tage. 281

kleine Wissenschaft, auf das wenige Verdienst, wassie erlangt hat, treibt unvorsichtig die .Jugend insVerderben. Sic versteht Alles, sic ist über nichtsverlegen. Keinen Ackeren darf sic zu Rath ziehen,da sie alles besser weiß, als die Alten. So fliegtsie ihren eignen Weg, ins erste beste Netz, das sieauffangt. "

Einige Alte bewundern die aufspcühendcn Fun-ken der Jugend, vertrauen sich ihr, folgen ihnen so-gar, reden und handeln wie sie, und finden am Endesich mit ihnen in Einem Netz gefangen; das thö-richte Alter neben der thörichten Jugend. Denkt,meine Freunde, an das, was der Vogelsteller sagte."

Die Klagender

Mit zwey oder drei) seiner Schüler reisekeKung-Tsee durch das Gebirge Tay-Tschan.Sie hörten eine klagende Stimme in den Gebirgen;sogleich ward Tsce-Kung gesandt, sich um dieUrsache des Jammers zu erkundigen. Er kam zu-rück mit der Antwort:

Es ist die Stimme einer Unglücklichen. Ichbin. sprach sie, ein Weib, die der Schmerz ver-zehrt. Drey geliebte Personen habe ich in dieserWüste verlohren, meinen Schwiegervater, meinenGemahl und meinen Sohn; alle drey zerfleischte hiersin Tiger."