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Zur schönen Literatur und Kunst Theil 9 (1821) Blumenlese aus morgenländlichen Dichtern
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23 o VI. Ueber ein morgenlandischcs Drama.

dem Erzählungen und Poesien gemacht, anglisi-ren, sondern treu darstellen wollte. Wörtlich über-setzte er es zuerst in Latein, (und es wäre kein übelangewandtes Papier, wenn man diese wörtliche Ue-bcrsetzung öffentlich machen wollte) dann ins Engli,sche treu und einfach,

Ein zweytes gutes Schicksal waltete über dieSakontala, dq sie zur deutschen Uebersetzung demgleichfalls viclverdjenten und auch wie . Jones zufrühe dahin gegangenen G. Förster in die Handkam. Er, beyder Sprachen und der NaturgeschichteIndiens kundig, dabcy ein Wann von Geschmackund zartem Gefühl, bereichert? sein? Uebersetzung mitErläuterungen, deren das englische Original entbeh-ret; treffende Erläuterungen auch für andre Poesiender Indier, di? ohne Kenntniß der Naturgeschichtedortiger Gegend einen großen Theil ihrer Anmuthverlieren. Uns Deutschen wird G. Försters Nameeben auch mit der Sakontala in lieblichem Andenkenleben.

Eben deshalb ist bey dieser Ausgabe an seinerUebersetzung nichts geändert, auch seinen Erläuterun-gen nichts hinzugefügt worden. Deutschland hat anihr viel Freude genossen, und so bleibe sein Kranzunberühret. Die jüngere Generation lerne auch hiervon dem Indier, immer vertrauter mit dem Geisteder Natur werden, und genieße ferner an dieser Sa-kontala Freude,