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Zur schönen Literatur und Kunst Theil 9 (1821) Blumenlese aus morgenländlichen Dichtern
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208
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208 V. Vermischte Stücke

So tönt, so hängt zusammen seine Lehre,

Ein Pfuhl in Mittagshitze bleib ihm fermWer naht dem Lager eines Drachen? WerStürzt in den Abgrund sich? Und sahst du jeDen Adelaar im Sumpfe wohnen? HörtestDu aus Nauchfängen je die Nachtigall?

Der eigne Schatten-

Al-Hallils Rede.

Erfreue dich des Lichts auf deinem Wege,

Du Erdcnpilgcr, und geh rüstig fort,

Daß dich die Nacht nicht übereile.

Sieh

Dort jenen Knaben, der sich seines SchattensDes langen Schattens in der Abendsonne,Frohlockend freut. Er klopfet in die Hände,Daß dies sein Wahnbild ferne Hügel deckt,Und stehet still und säumt. Indessen sinktDie Sonne; finstre, kalte, schwarze NachtStürzt aus Frohlocken ihn in Herzensangst,Aus Angst des Herzens in Verzweifelung.

Er höret Stimmen, Lodesstimmen.

Jüngling,

Wenn du dich deines eignen langen SchattensErfreuest, weh dir, so ist deine SonneDem Untergänge nah. So lange Licht,

Ein hohes Licht dich führt, vergissest duDes Wahnes hinter dir und eilest fort.

O