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Zur schönen Literatur und Kunst Theil 9 (1821) Blumenlese aus morgenländlichen Dichtern
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aus verschiedenen morgcnland. Dichtern. 201

Werth des Kleinsten.

Wenig zu wenig gelegt« wird bald zum steigenden

Haufen;

Tropfe nach Tropfe wird einst mit den Jahrenein Strom.

Worte.

Tugend und Kunst sind Worte, wo ihnen fehlet der

Schauplatz;

Ueber der Kohle nur giebt Aloe süßen Geruch.

Das wechselnd eGlück.

Aus zweyen Tagen nur besteht die Zeit;

Aus Einem heitern, Einem stürmischen.

In zweyen Ordnungen bestellt die Welt,

In Einer sichern, Einer wechselnden.

Sag' also dem, der mit dem Glücke zürnt:

Den Tapfern drückt das Ungemach zuerst.

Leichname schwimmen oben aus dem Meer,

Jndeß die Perle tief am Grunde ruht.

Siehst du nicht, daß der Sturm, wenn er er-grimmt ,

Die Eeder bricht und das Gesträuch verschont?

So manche Baume trägt der Erde Schoos;

Und dennoch steinigt man den Fruchtbaum nur.

Am Himmel sind, der Hellen Sterne viel;