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III. Spruch und Bild,
Lebensweise, daß, weil wir sie nirgends geübt sehen,,wir zuerst ihnen, zuletzt allen Grundsätzen den Glau-ben entziehen, und uns begnügen, nach Neigung undGewohnheit zu leben. Da wir aber, wie angezeigtist, dennoch nie ganz als Thiere leben können, viel-mehr insgeheim immer nach Grundsätzen, wenn gleichnach schlechten Borurtheilen, handeln; wozu dieserUnglaube an jede edlere Form der menschlichen Denk-art? Er crniedert die Seele eben so sehr, als erdas Herz verenget und lähmet. Laß es seyn, daßandern die schönsten Sprüche und Maximen blosWorte bleiben; dir bleiben sie das nicht, wenn duihren Werth erkennest, dich an ihnen freuest, undin ihnen lebest. Nein, ihr habt nicht vergebens ge-schrieben, auch ihr Weisheit- und Sittenlehrer neue-rer Nationen, Montag ne und Eharron, St.Pierre und Fenelon, Racine und Diderot,Montesquieu und Rousseau; jenseit des Mec^res Bako, Sidney, Shaftcsburi, Addison,Pope, Fielding, Sterne und so viele andreandrer uns näherer Länder. Nicht nur unter eurenVölkern habt ihr Ideen, Grundsätze, Maximen insLicht gestellet, oder in Gang gebracht; sondern in-dem ihr ihrem Ausdruck zugleich klassische Anmuthund Pracision gäbet, scpd ihr damit Vernunft-Spruch - und Sittenlehrer der Menschheit auf eineReihe von Geschlechtern hin geworden. Je mehreure Denkart die Denkart andrer wird, desto mehrberichtigen, starken und verfeinen sich gerechte, gütige,edle Menschengedanken : das Richtmaaß ihrer Ürthcilewird einstimmiger und gerader, die Bleywagc ihrerHandlungen sicherer und feiner. Auch in Gesprächender Gesellschaft gebt ihr bep denen, die euch verstehen