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II. Das Roscnthal.
Garten und Auen schmücken sich neu zum Feste dek
Freude;
Blumige Lauben wölben sich hold zur Hütte der
Freundschaft.
Wer weiß, ob er noch lebt, so lange die Laube nur
blühet?
Jetzt sey fröhlich und froh; er entflieht, derblühende
Frühling,
Glanzend im Schimmer Aurorens erscheint die bräut-liche Rose;
Tulpen blühen um sie, wie Dienerinnen der Für-stin :
Auf der Lilie Haupt wird Thau zum himmlischen
Glanze;
Jetzt sey fröhlich und froh; er entflicht, derblühende
Frühling.
Wie die Wangen der Schönen, so blühen Liljen und
Rosen;
Farbige Tropfen hangen daran wie Edclqcsteine.
Tausche dich nicht; auch hoffe von keiner ewige
Reize.
Jetzt sey fröhlich und froh; er entflieht, der blühende
Frühling.
Tulpen und Rosen und Anemonen, es hat sie der
Sonne
Strahl mit Liebe geritzt, blutroth mit Liebe gcfar-
bet;
Du, wie ein weiser Mann, genieße mit Freunden
den Tag heut,
Und sey fröhlich und fryh; er entflieht, der blühende
Frühling.