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Zur schönen Literatur und Kunst Theil 9 (1821) Blumenlese aus morgenländlichen Dichtern
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103
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II. Das Nosenchal.

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So fand sich einst ein ernster Derwisch im

Gelag der Lustigen. Ec fast betrübt

Bey ihren Schwänken, bis ein Fceyer sprach:

Findest du dich beleidigt von Uns? So beleidigst

du uns auch:

Warum kommst du hieher? da wir nicht kom-men zu dir.

Hier bist du wie ein dürres Holz im Garten der

Anmuth,

Wo eine Blume sich fröhlich der andern ver-mahlt ;

Bist ein widriger Wind für unsre Segel, der Schnee

bringt,

Bist ein unschmelzbar Eis mitten in schmelzen-der Luft."

Verschwendete Mühe.

Und regneten die Wolken Lebensdache;

Nie wird der Weidenbaum dir Datteln tragen.

Verschwende nicht die Zeit mit schlechten Menschen;

Gemeines Rohr wird nie dir Zucker geben. ^

Kannst du ein gutes Schwert aus weichem Tone dir

schmieden?

Aendert, von Menschen gehegt, je sich des Wol-fes Natur?

Zsts nicht cinerlcy Regen, der hier auf salzigem Bo-den