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II. Das Rosenthal.
„Welch eine widrige Gestalt! Sein Blick,
Und seine Art, wie sie abscheulich sind!
O Rabe, wäre zwischen mir und dirEin Raum von Orient zu Occident."
Wer dich am Morgen erblickt, dem wird die Schöne
des Morgens
Nacht. Er beginnt mit dir einen unseligen
Tag.
Ein Unholder gehört nur mit Unholden zusammen;Aber wo fändest Du irgend noch Einen, wie
Dich?
Und wie dem Papagay des Raben, warDem Raben auch des Papagey Gesellschaft.
Er streicht die Klauen, klagt sein Schicksal an,Und wünschet sich, in Würde zu spazierenMit Seinesgleichen auf der Gartenmau'c.
„Gütiger Himmel, was Hab' ich verübt, daß die,
sein Unedlen,
Diesem Thoren Du mich, Zhm zum Gesellen
erkohcst?
Wäre sein Bild an der Mauer gemahlt; ich flöge
von dannen,
Wär' er im Paradies, flög' ich zur Höllen
hinab.
Einem geistlichen Mann, dem Raben, o schändliche
Strafe,
Die ihn mit Papagay'n, Schwätzern und Bu»
ben gesellt!"