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Zur schönen Literatur und Kunst Theil 9 (1821) Blumenlese aus morgenländlichen Dichtern
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95
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II. Das Rosenthal.

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Vortheile der Schönheit.

Schönheit ist eine göttliche Kraft; sic raubet die

Seelen,

Zieht das Gemüth an sich, daß es so willig ihr

dient.

Schönheit ist eine Salbe dem schwer verwundeten

Herzen,

Schließet das Innere auf; nichts ist verschlossen

vor ihr.

Wohin ein Schöner tritt; er wird mit Ehr'Und Gunst empfangen, hatten ihn auch selbstDie eignen Eltern von sich weggebannt.

Eine Pfauenfeder lag zwischen Blattern des Korans,Stolze, sprach ich, zu hoch ist diese Stelle für

dich!

Nicht! antwortete sie. Wohin die schöne Gestalt

kommt,

Ist sie an ihrem Platz: jeder vergönnet ihn ihr.,,

Ein schöner, artiger, folgsamer Jüngling,War' auch sein Vater widrig und verschmäht;Er ist wie eine Perle, die man gernAus ihrer Muschel zieht, und köstlich schätzt.