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Zur schönen Literatur und Kunst Theil 9 (1821) Blumenlese aus morgenländlichen Dichtern
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84
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I. Blätter der Borzeit.

Ist nichts, das uns davon zu erretten vermöge?Kann niemand das Paradies schaun, er schaue dennvorher den Engel des Todes? Nicht also. WerWerke der Liebe und Güte gethan, wer Menschenerfreuet hat und ihren Segen empfangen, der stehetden Tod nicht. Wie Auen des Paradieses schwebendie guten Thaten seines Lebens und erquicken seinHerz und holen sanft hinüber seine Seele.

So ward Eliescr, Abrahams treuer Lnecht, vonseinem Herrn dazu gesegnet, daß er den Tod nichtsähe, für die Freude, die er ihm im Leben bereitet.Auch Sarah, Assers Tochter, als sie dem AltvaterJakob die Nachricht brachte,dein Sohn lebet!"sprach er:der Mund, der mir dies sagt, erquicketwerde er dafür in der Stunde des Todes." Und alsBitja, die Tochter Pharao's, sterben sollte; damitman nicht spräche:,was hatte sie zum Lohn fürihre Gutthat, daß sie den Moses erzogen," trat inihrer letzten Stunde das Bild Moses mit allen sei-nen Thaten ihr herrlich vor Augen; das Bild desTodes verschwand vor diesem Anblick.

Wie man den Faden aus der Milch zieht, soscheidet die Seele des Guten von ihrem Körper, imAndenken dessen, was sie durch ihn Gutes vollbrachte;die Seele des Bösen scheidet hinweg, wie man spitzigeDomen aus der Wolle reißet.