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Zur schönen Literatur und Kunst Theil 9 (1821) Blumenlese aus morgenländlichen Dichtern
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I. Blätter der Vorzeit.

Der Lohn der zukünftigen Welt.

Richte nicht den Weg deines Lebens, alle seineFußsteige sind gut, ob du gleich das Ziel eines jedennicht übersiehcst. Wage auch nicht die Borschrifteudes Gesetzes, daß du etwa sagest: dies Gebot istgroß, darum will ichs halten: denn sein Lohn wirdgroß seyn. Gott hat dem Menschen nicht offenbarer,welches der Lohn eines jeden Werks seyn werde.

Ein König wollte einen Garten pflanzen undlud die Arbeiter dazu ohne Bedingung ein; er ließeinem jeden seine Arbeit frey und fragte am Abendenur, woran er gearbeitet habe. Leder zeigte, waser gethan; dieser den Feigenbaum, jener den Oel.bäum, der die Eypresse, dieser den Palmbaum, dener gcpflanzet. Der Hausvater gab einem jeden denLohn nach seiner Arbeit und so war sein Garten mitmancherlei) Baumen bepflanzet. Hatten die Arbeitergewußt, welcher Daum unter allen den größestenLohn brächte: so wäre des Hausvaters Absicht nichterreicht worden: der Garten wäre nicht mit mancher-lei) Baumen bepflanzet.

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Ein Weiser ward gesragt: warum ihn Gott alsogesegnet habe in seinem Leben?Weil ich die kleinste iPflicht wie die größeste that, antwortete er, darumhat mich Gott also gesegnet."