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Zur schönen Literatur und Kunst Theil 9 (1821) Blumenlese aus morgenländlichen Dichtern
Entstehung
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I. Blätter der Vorzeit.

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Neben ihm stand sein Esel, zu seiner Seite einebrennende Laterne, um der Unsicherheit willen in der-selben Gegend. Aber ein Sturm entstand und lö-schte sein Licht aus: ein Löwe kam und zerriß sei-nen Esel. Er erwachte, fand sich allein und sprach:was Gott schickt, ist gut." Er erwartete ruhig dieMorgenröthe.

Als er ans Thor kam, fand er die Thore offen,die Stadt verwüstet, beraubt und geplündert. EineSchaar Nauber war eingefallen und hatte eben indieser Nacht die Einwohner gefangen weggcführt odergctödtet. Er war verschonet. Sagte ich nicht, spracher, daßalles, was Gott schickt, gut sey?" nur se-hen wir meistens am Morgen erst, warum er unsetwas des Abends versagte.

Drey Freunde.

Traue keinem Freunde, worin du ihn nicht ge-prüft hast; an der Tafel des Gastmahls gibts meh-rere derselben als an der Thür des Kerkers.

Ein Mann hakte drey Freunde; zween derselbenliebete er sehr, der dritte war ihm gleichgültig, obdieser es gleich am redlichsten mit ihm meynte. Einstwar er vor Gericht gefedert, wo er unschuldig, gberhart verklaget war.Wer unter euch, sprach er,will mit mir gehen und für mich zeugen? Dennich bin hart verklaget worden und der König zürnet.".