Dichtungen aus der morgenland. Sage. 69
Sie küffcten einander und beschwuren, untrennbarjetzt, den Bund der Treue auf ewig.
Der Jüngling Salomo.
Au seinem Lieblinge sprach einst ein gütiger Kö-nig: „Bitte von mir, was du willt: es soll dirwerden."
Und der Jüngling sprach bey sich selbst: „war-um soll ich bitten, daß cs mich meines Wunschesnicht gereuen möge? Ehre und Anschn habe ichschon: Gold und Silber sind das ungetreueste Ge-schenk der Erde. Um des Königes Tochter will ich-,bitten: denn sie liebet mich, wie ich sie liebe; undmit ihr empfange ich alles andre. Vor allen auchdas Herz meines gütigen Wohlthaters: denn erwirbdurch dieses Geschenk mein Vater.
Der Liebling bat und die Bitte ward ihm ge-wahret.
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Als Gott dem Jünglinge Salomo zuerst imTraume erschien, sprach er zu ihm: „bitte, was ichdir geben soll und ich will dirs geben. " '
Und siche, der Jüngling bat nicht um Silberund Gold, nicht um Ehre und Ruhm und langesLeben;-er bat um die Tochter Gottes, die himmli-