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l. Blatter der Vorzeit.
Stimme der Verzweiflung war in ihnen, bis allessich zuletzt in süße Töne verlor, in Töne, die sienoch nie gehöret hatte.
Und eine schöne Aue lag vor ihr, schöner alsselbst ihr Jugend-Paradies; und auf ihr weidete inihres Sohnes Gestalt, ein weißgekleideter Schäfer.Die rothen Rosen waren um sein Haar, und in derHand hielt er ein Saitenspiel, aus welchem jenesüßen Töne kamen. Er kehrte liebreich sich zu ihr,er wollte ihr nahen und verschwand. Der Traumverschwand mit ihm.
Erwachend sah die Mutter des Tages Morgcn-röthc wie blutig aufgehn, und ging mit schweremHerzen zum Lpferfest.
Die Brüder brachten ihr Opfer, die Eltern gin-gen heim. Am Abend aber kam der jüngere nichtwieder. Angstvoll suchte die Mutter ihn und fandnur seine zerstreuet«, traurige Heerde. Er selbst lagblutig am Altar: die Rosen waren mit seinem Blutegefärbt und Kains Aechzen schallte laut aus einernahen Höhle.
Ohnmächtig sank sie auf des Sohnes Leichnam,als ihr zum zweytcnmal das Traumgesicht erschien.Ihr Sohn war jener Schäfer, den sie dort imneuen Paradiese sah. Die rothen Rosen waren umsein Haar; liebliche Töne klangen aus seiner Harfe;also sang er ihr zu: „Schaue hinauf gen Himmelzu den Sternen; weinende Mutter, schaue hinauf.Sieh jenen glänzenden Wagen dort; er führt zu an-dern Auen, zu schöner» Paradiesen, als du in Edensahst; wo die blutgefäcbte Rose der Unschuld vollerblüht, und alle Seufzer sich in süße Töne wandeln." —