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Zur schönen Literatur und Kunst Theil 9 (1821) Blumenlese aus morgenländlichen Dichtern
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Zweyte Vorrede.

die mn eine bessere Ausbildung gleichsam sicheren,,daß es mir schwer ward, sic nicht nuszuzeichnen undin müßigen Stunden nach meiner Weise zu gestal-ten. Niemand also vermische diese Dichtungen mitden Erzählungen der Bibel; sie sind völlige Apokry-phen, entweder alte Sagen mehrerer morgenländi-schen Völker, oder wenigstens aus Saamenköcnerndieser Art entsprossene Gewächse. In ihrer Ausbil-dung gehören die meisten mir völlig zu; wenige nursind, wie sie dastchcn, ganz in der Tradition gege-ben*). Alle andre aber stützen sich ebenfalls, wiejeder Belesene es wissen wird, auf Sagen; und jemehr sic sich auf solche stützen, je ächter sie denGeist des Morgenlandes, der in solchen herrscht, auchin dieser Nachbildung hauchen, desto mehr erreichensie ihre Wirkung. Man hört in ihnen sodann einfortgesetztes Mahrchcn seiner Kindheit: die Dichtungschlingt sich an das, was man von Jugend auflernte, indem sie den Schatten und Umriß berühmterGegenden und Namen gleichsam nur ausmahlet.Kind muß man also auch werden, wenn man dieseDichtungen, als morgenlandische Fabeln oder Idyllen,liefet; und da einige derselben bereits im deutschenMerkur ry8r. den Beyfall von Personen erhaltenhaben, deren zwey oder drey mir statt Vieler sind;so bin ich über die jetzt hinzugekommenen wenig ver-legen. Sie sind aus eben denselben Quellen geschöpftund athmen den Geist Einer und derselben Weltgegend.

*) Z. B. die Kindheit Abrahams. Joseph und Zu,tika. Der Wanderstab des Propheten u. a.