,11. Antiquarische Aufsatze.
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3. Und endlich. Was hat die Allegorie mit derbildenden Kunst zu schaffen? Wie weit kann dieseallegorisiren?
Die Frage ist sehr verwirret worden, weil manalle Künste, ja gar (Irorrikila äiatu!) alle Wissen-schaften mit ihnen auf Einerlei) Grunde betrachtethat, ohne einzuschen, daß diele im Gebrauch keinesAwirnfadens und keiner Nadelspitze Eins sind. UeberWinkclmanns Werk, das die Allegorie im weit-lau ft igsten Sinne nimmt und, da cs den erstenAnfang einer .Rüstkammer für alle Künste desSchönen geben wollte, nothwendig so allgemeinseyn mußte, über dies Werk, sage ich,,ist viel selt-ner und halbwahrer Tadel vorgebracht worden, durchden weder dem Künstler noch Weisen Gnüge geschie-hst. Die Hauptsache bleibt: was ist Allegorie? undwas ist sic hier? Durch welche Mittel wirkt, aufwelchem Boden steht sie? und da ergiebt sich, jedeKunst muß völlig ihre eigne haben, oder cs giebkgar keine.
Jener weise Alte machte daher den Begriff derAllegorie so groß: sie bedeutet Eins durchs An-dere, durch «U-o. Wie sie das bedeute? vonwelcher Art das und sey? das kann nichtdie allgemeine Theorie, das muß Stand, Absicht,Kunst, kurz der einzelne, hier bestimmte Ge-brauch lehren.
Ich kann sagen, daß blinde Kunst eine be-ständige Allegorie sey, denn sic bildet Seeledurch Körper, und zwei größere kannS wohlnicht geben, insonderheit wenn man die Philosophen