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Zur schönen Literatur und Kunst Theil 11 (1821) Römische Literatur. Antiquarische Aufsätze
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II. Antiquarische Aufsätze.

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und Mahler. Jener kennt gar keine Grunzen, alsdie ihm der Flug seiner Phantasie und die Schö-pfersmacht, die in ihm lxobnet, zeichnen. SeinAuge wie der unendliche Shakcspear sagt:

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ja, was sonderbar ist, um die simpelste Kindeser-zählung, nach Morgenlandischer Art, wo alles ohneBeiwörter und Schönfarbung, in unendlicher Ein-falt und schlichter Unbezeichnung dastcht, hak sie denmeisten Spielraum. Der Mahler hat auch seineUnendlichkeit, aber nur Unendlichkeit einesEontinuum, einer flachen Lichttafel.Er kann Himmel und Erde, Meilenweit hingewors-nc Gegenden und Gebiete der Einbildung mahlen,aber keine Kolossalsiguren: denn Fornien sind ihmaus einem fremden Sinne. Er muß sie darstellen,wie es der Rahm seines Bildes, die Gesetze derLichtbrechung und Farbengabe, kurz sein Sinn undMedium fodern. Der Bildner steht im Dunkel derNacht und ertastet sich Göttergestalten. Die Erzäh-lungen der Dichter sind vor und in ihm: er fühltHomers Minerva, die den gewaltigen Stein ergreift,an dem einst so viel Riesen der Vorzeit trugen:fühlt ihr gewaltiges Haupt, dessen Helm so vielKrieger birgt, als hundert Studie ins Feld zu stellen