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Zur schönen Literatur und Kunst Theil 11 (1821) Römische Literatur. Antiquarische Aufsätze
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302
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2 II. Antiquarische Aufsätze.

über der Hüfte sich der Rücke» in Weiche verlieret!Prometheus und Pygmalion, konnten sie anders alsumschlingend das schone Gebilde, das /.arte Vcrflies-sen auf jeglicher Stelle gebildet haben? Und dieHüften, nach der Sprache jenes alten Buches derUnschuld, zwo Spangen von Meisterhand, und dieSchenkel Apollv's als Marmorsäulen, und das Knieohne Tvdtgelvseke Knöchel, als wäre es aus weichemThon geblasen, und die Wade des Fußes weder han-gend und angeklebct noch dürftig; «in strebenderMuskel voll Jugcndtritt und Starke. Der Fuß end-lich , belebt bis zum kleinsten Gliede, nicht losge-trennt vom Ganzen und etwa als der Schuh einesGewürmes angezogen, sondern Eins mit Allem,das Ganze auf ihn binabflicßend und er das Ganzetragend. Und wie die Schenkel zu Marmorsäulen,so wand Mutter Natur die Adern zu zarten Eylin-dern und umschlang sie mit dem ersten Brautkranzder Liebe. Und schonte die Spitze des Bogens, undließ am Weibe die Hand sanft hinabfließen, in kleineEylindcr. Und bepolsterte sie von innen in jedemsammetnen Mäuschen und in jedem Blumenbuscheder Fühlbarkeit, der auf Gefühl wartet, mit demersten Druck der Liebe. Und machte jedes Gliedwächsern und beweglich und regsam, den Finger fastzu einem Sonnenstrahl, und die MilchgewaschneHohe der Hand zum ungethciltcn und GliedervvllenHügel voll Rege, voll umfassenden Lebens. Undwie der Arm des Mannes strebet! Muskeln seineSicgeskranze und Nerven seine Bande der Liebe.Mächtig und frei gehn sie von den Schultern her-vor , die Werkzeuge der Kunst und Waffen der Tu-gend. Sie sind da die Brust zu schützen, Geliebte,