II. Antiquarische Aufsätze. 29»
Kurz, wenn wir Gesinnung des Menschen imreinsten Verstünde, (so fein sie weder blos Sinnnoch schon Charakter ist) meyncn, so ist, glaubeich,dieses die leuchtende eherne Tafel.
Ich bin zu einfaltig, um philosophische unddichterische, politisch herrschende oder politisch dienen-de Stirnen zu sondern oder ins Kabinct zu reihen;aber das weiß ich nicht, wie je einem AnblickendcnEine Stirn gleichgültig seyn kann. Hinter die-ser spanischen Wand singen doch einmal alle Grazienoder hämmern alle Cyklopen, und sic ist von derNatur offenbar selbst gebildet, daß sic das Angesichtsolle leuchten lassen oder verdunkeln. Im obernTkeile der Stirn zeigt sich unstreitig entweder jeneStiersdummheit, die von Natur ein Brett hat undnachher so oft eherne Mauer genannt wird: jeneBuckeln und Knoten, wie auf Cuchullins oder AchillesSchilde, nur daß er, vielleicht zwar ein geerbter Va-terschild, aber nicht mit der Figurcnwelt Vulkanusprangen möchte: oft ein kücsqis karnassus, aufdem leicht zu schlummern ist, wenn man drauf ist.Oder jene flache Aufdachung, die auf dem Schindel-dach gen Himmel steigt und der es nie an Systemmangelt. .Oder endlich jene hohe Furchen Cronionsoder Cronus, die sorgenvoll uns oft zu Wolken he-ben, ohne zu wissen, was wir da thun und treibensollen. Oder endlich jene uXy, jeneS rezrertoriunruniversale, das sich meistentheils selbst nachsindet.Ich liebe mir die jugendliche Griechische Stirn, dieden Himmel niederdrückt und ihn nicht ins Unermeß-liche wölbet. So wie der lieben Kindheit der Schleyex
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