II. Antiquarische Aufsätze.
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der Schreiber gemessen und geordnet:"*) so sollmein Stab ihnen mindstcns nicht naher kommen,als der Bildsäule, die ich betrachte, Raum zu ste-hen Noch ist.
Mich dünkt, P. Kastells Farbenklavier bat gnuggezeigt, was eine schone Kunst von Farben fürsGesicht sei und was sie für Wirkung thue? Essind viel falsche oder Halbgründe angeführt, warumdiese Kunst nicht gelang? der wahre, mindstcns dernatürlichste ist der, daß das Gesicht ohne Beitragwesentlichexer Sinne nur eine Licht- und Far-bcntafel , mithin das flachste GedankenlosesteVergnügen gewahre. Ein Schaugeschöpf ohneHände, ohne Gefühl von Formen und was sich durchFormen äußert, kurz ein Vogelkopf kann sich daranerbauen; niemand anders. Auch in der Mahlereimüssen Formen der Dinge die Grundzüge, dieSubstanz der Kunst werden; nur wie sie das Lichtzeigt, bindet und bestrahlet. Da nun Formen auseinem andern Sinn sind, so muß ja dieser Sinnauch cmpfangig seyn der Begriffe des Schö-nen, weil ja selbst der hellste Sinn ohn ihn nichtsvermag. Das Auge ist nur Wegweiser, nur dieVernunft der Hand allein gibt Formen, Begriffedessen, was sie bedeuten, was in ihnen woh-net. Der Blinde, selbst der blindgebokrne Bildnerwäre ein schlechter Mahler, aber im Bilden giebter dem Sehenden nicht nach und müßte ihn, gleichgegen gleich gesetzt, wahrscheinlich gar übcrtreffen.-
») Nicht, b, isi. l» Mos. 21, G.