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Zur schönen Literatur und Kunst Theil 11 (1821) Römische Literatur. Antiquarische Aufsätze
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II. Antiquarische Aufsätze.

Kunst qar nicht mehr Kuh, sondern ein ausgestopfterHaarbalg wäre. Schleuß das Auqe und fühle: daist weder Form noch Gestalt mehr, geschweige schöneForm, schöne Gestalt. Wenn dort der Hirte, Mv-rons eherne Kuh wegtceidcn wollte, so wird dieseweder Hirte noch Künstler berühren, denn sic ist,,einer Kuh qar zu ähnlich und doch nicht Kuh,"das ist, Popanz.

Viel feinere Sachen, als Tünche und Kuhhautmüssen von der Statue wegbleibcn, weil sie demGefüllt widerstehen, weil sie dem tastendenSinn keine ununterbrochene schöne Formsind. Diese Ad.rn an Händen, diese Knorpeln anFingern, diese Knöchel an Kuieen müssen so geschont,und in Fülle des Ganzen verkleidet werden; oder dieAdern sind kriechende Würme, die Knorpel auflie-gende Gewächse dem stillen dunkcltastendcn Gefühl.-Nicht ganze Fülle Eines Körpers mehr, sondernAbtrennungen, loSgelos'te Stücke des Körpers, dieseine Zerstörung weissagen, und sich eben daher schonselbst entfernten. Dem Auge sind die blauen Adernunter der Haut nur sichtbar: sie duften Leben, dawallet Blut; als Knorpel und Knochen sind sie unsfühlbar und haben kein Blut und duften kein Lebenmehr, in ihnen schleicht der lebendige Tod. Ganzanders, wie sich die Adern der Bildsäule beleben,wenn sic unter den fänden des Künstlers und Lieb-habers weicher, lebendiger Thon wird. Es ist, alsregten sie sich und wallen und leben, abernicht in ausgelaufenen Stricken; ein himmlischerGeist, sagt Winkel mann, der sich wie ein sanf-ter Strom erqofsin, hat den Umfang der Gestalterfüllet. Alles also lebet, und der ruhige Sinn in