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Zur schönen Literatur und Kunst Theil 11 (1821) Römische Literatur. Antiquarische Aufsätze
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II. Antiquarische Aufsätze.

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die Gemablde verstellten, die >rir ihm zeigten;aber wir fanden, daß wir und geirret hatten, denneben zwei Monate, nachdem der Staar ihm wargestochen worden, machte er plötzlich die Entdeckung,daß sie Körper, Erhöhungen und Vertiefungen vor-,,stellten. Er lbattc sie bisher nur als buntscheckige

Flachen angesehen, aber auch alsdcnn war er nichtwenig erstaunt, daß sich die Gemahlde nicht an-fühltcn, wie sie aussahen, daß die Theile, welchedurch Licht und Schatten rauh und uneben aus-sahen, sich glatt wie die übrigen anfühlen ließen.Er sagte: welcher von beiden Sinnen der Betrügersey, ob das Gesicht oder das Gefühl ? Manzeigte ihm seines Vaters Bild in einem Uhcgehange,und fragte ihn, was cs sey? Er erkannte eine

Achnlichkeit, wunderte sich aber ungemein, daß sichein großes Gesicht in einem kleinen Raum vorstel-len ließe, welches ihn: so unNröglich würde geschie-nen haben, als einen Scheffel in eine Metze zu

bringen. Erst konnte er gar nicht viel Licht ver-tragen, und hielt Alles, was er sah, für sehr groß;

als er aber größere Sachen sab, hielt er die vor-hin gesehenen für kleiner,' und konnte sich keineLinien, außer den G,an;en, die er sah, verstellen.Er sagte: daß das Zimmer, in dem er sich befinde,ein Thcil des Hauses sey, wisse er wohl; aber erkonnte nicht begreifen, daß das Haus größer aus-sehe, als das Zimmer. Er kannte von keinerSache die Gestalt, er unterschied auch keine Sachevon der andern, sie mochte noch so vcrschiedne Ge-stalt und Größe haben; sondern, wenn man ihmsagte, was das für Sachen seyn, die er zuvordurchs Gefühl gekannt hatte: so betrachtete er sie