II. Antiquarische Aufsätze.
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„die Gemablde verstellten, die >rir ihm zeigten;„aber wir fanden, daß wir und geirret hatten, denn„eben zwei Monate, nachdem der Staar ihm war„gestochen worden, machte er plötzlich die Entdeckung,„daß sie Körper, Erhöhungen und Vertiefungen vor-,,stellten. Er lbattc sie bisher nur als buntscheckige
„Flachen angesehen, aber auch alsdcnn war er nicht„wenig erstaunt, daß sich die Gemahlde nicht an-„fühltcn, wie sie aussahen, daß die Theile, welche„durch Licht und Schatten rauh und uneben aus-„sahen, sich glatt wie die übrigen anfühlen ließen.„Er sagte: welcher von beiden Sinnen der Betrüger„sey, ob das Gesicht oder das Gefühl ? — Man„zeigte ihm seines Vaters Bild in einem Uhcgehange,„und fragte ihn, was cs sey? Er erkannte eine
„Achnlichkeit, wunderte sich aber ungemein, daß sich„ein großes Gesicht in einem kleinen Raum vorstel-„len ließe, welches ihn: so unNröglich würde geschie-nen haben, als einen Scheffel in eine Metze zu
„bringen. — Erst konnte er gar nicht viel Licht ver-tragen, und hielt Alles, was er sah, für sehr groß;
„als er aber größere Sachen sab, hielt er die vor-„hin gesehenen für kleiner,' und konnte sich keine„Linien, außer den G,an;en, die er sah, verstellen.„Er sagte: daß das Zimmer, in dem er sich befinde,„ein Thcil des Hauses sey, wisse er wohl; aber er„konnte nicht begreifen, daß das Haus größer aus-„sehe, als das Zimmer. — Er kannte von keiner„Sache die Gestalt, er unterschied auch keine Sache„von der andern, sie mochte noch so vcrschiedne Ge-„stalt und Größe haben; sondern, wenn man ihm„sagte, was das für Sachen seyn, die er zuvor„durchs Gefühl gekannt hatte: so betrachtete er sie