II. Antiquarische Aufsätze.
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auf das die Lust etwa den Eindruck mache, wie ihmein Stab auf die fühlende Hand. Ein Spiegeldünkte ihm eine Maschine, Körper im Relief außersich zu werfen, wobei er nicht begriff, wie dies Re-lief sich nicht fühlen lasse, und glaubte, daß einMittel, eine zweite Maschine möglich seyn müsse,den Betrug des ersten zu zeigen. Sein feines rich-tiges Gefühl ersetzte ihm, in seiner Meynung, dasGesicht völlig. Er unterschied bei der Harte undGlatte eines Körpers nicht minder fein, als beimTon einer Stemme oder wir Sehenden bei Farben.Er beneidete uns also auch unser Gesicht, von demer keine Vorstellung hatte, nicht; wars ihm ja umeine Vermehrung seiner Sinne zu thun, so wünschteer sich etwa längere Arme, um in den Mond ge-wisser und sichrer zu fühlen, als wir hinein sahen.
So romantisch und zu philosophisch dieser Be-richt scheint: so wird er doch im Grunde von An-dern bestärkt, die nicht durch Diderots Auge sahen.Der blinde Saunderson wußte, trotz seiner Ma-thematik, sich von Bilden auf der Fläche keinenBegriff zu machen, sic wurden ihm nur durch Ma-schinen begreiflich. Mit solchen rechnete er statt Zah-len : Linien und Figuren der Geometrie ersetzte ecsich durch fühlbare Körper. Selbst die Sonninstrah-len wurden in seiner Optik ihm feine fühlbarenStäbe; und bei dem Bilde, was sie machte», wasdurch sie auf einer Fläche sichtbar ward, dachte ernichts, er nahms als den Hülfsbegriff eines frem-den Sinnes, einer andern Welt an. Das Schwer-ste der Geometrie, das Ganze der Körper, wardihm in der Demonstration leicht; was Sehenden