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Zur schönen Literatur und Kunst Theil 11 (1821) Römische Literatur. Antiquarische Aufsätze
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219
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II, Antiquarische Aufsätze, 219

Des Königs Majestät, des Vaters Milde,

Und was durch sie der Welt bescliieden ward.

Sie blüht vor ibm, ein herrliches Gefilde;

Sein Augenbran belebt sic treu und zart.

Um seinen Thron sind Grazien und StundenIn Ewgcm Tanz ; das Chaos ist verschwunden,"

Psyche,

Nächst Ihm, dem höchsten Gott, wird auch gesun-gen

O Pallas, Deiner Thaten Ruhm und Preis.

Der Menschheit schönsten Kranz hast Du errungen,Den Oelzweig, aller Künste blübcnd Reis:

Du, aus des ewgen Vaters Haupt entsprungen,

Der Weisheit Bild durch Macht und ernsten

Fkeisi,

Zevs hoher Sinn, O Bild, auf allen Thro-nen ,

In allen Herzen soll dein Abbild wohnen."

Mit Pallas will ich dich, 0 Amor, preisenDen Mächtgen. Du bezwangst den Donnergott,Zerbrachst den Blitz ihm, stumpfetest das EisenDes wilden Mars. Sein Drohen war Dir Spott.Zn aller Himmel, aller Erde Kreisen,

Folgt freudig Alles deinem Machgcbot.

Mit Herkuls Waffen spielen Deine Knaben;

Wer, Liebe, dich besitzt, hat alle Gaben."

Amor.

Schau', Holde, wie ich Dich in wilden Fluchen