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Zur schönen Literatur und Kunst Theil 11 (1821) Römische Literatur. Antiquarische Aufsätze
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218
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2,3 II. Antiquarische Aussätze.

Sie schwebten nieder. Jedem HciligthumeDer Kunst umwebte Amor heilige Nacht.

Sieb! wie zu seiner Freundin hohem RuhmeAn seiner Fackel neuer Reiz erwacht!

Aus jedem Kunstwerk sprießet auf die BlumeDes Genius in sanfter voller Pracht.

Vor Amors Fackel glänzen auf Ideen,Die, (glaubts der Liebe!) Liebe nur kann sehen.

Dort, sprach er, dein Apollo! UnversehretStellt er im Glanz der Gottcrschöne da.

Zu Delos zwar wird er nicht mehr verehret,Doch jedem Jugendhcrzcn ist er nah.

Was Er der Menschheit Himmlisches bescheret,Was Jllm dem Hirten, Ihm dem Gott geschah,Sein Lorbeer, seine Lyra, seine Chore,

Sein heilig Bild ist aller Zeiten Lehre."

Und in der Jungfrau Herz, wie schleicht sich leise,(Sprach Carita) der Wundersüße TraumEndin> ions. Dia n a keusch und weise,

Geführt von Amor selbst, sie schwebet kaumZum Anblick hin. Ihr Blick wird GötterspeiseDem Schlummcrndcn in der Ideen Raum.

Lieb' und die Kunst; in Traumen nur und BlickenLebt ihre Kraft, ihr innigstes Entzücken."

Amor.

Komm! Laß uns kniecn vor dem hohen Bilde*),In dem sich Macht und Weisheit offenbaret.

*) Zevs, Vater der Götter und Menschen.