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II. Antiquarische Aussatze.
Ich Vielgeprüfte ward der Welt EntzückenDurch Deine Macht, o Kunst, die sie bezwang.Wie mich, o wolltest Menschen du beglücken!Auf Kniecn weibt' ick Dir den tiefsten Dank.Und alle Herzen aller NationenMit schönen Thatcn sollten sie Dich lohnen,
„Doch ach! Erinnre Dich, mit wie viel ThranenWard Jedes Deiner Wunder einst erbaut'
Von Sklaven, die sich nach der Freiheit sehnen,
In Kammern wohnend, deren Tiefe graut;
Von Völkern, deren Uebcrwinder höhnenUnd jauchzen über ihre Ketten laut.
Von Seufzern, Schweiß und Blut der NationenWard auferbaut, wo deine Götter thronen.
„In deinen Badern, deinen EhrensalcnWie lebten die Heroen jener Zeit!
Vergöttert tranken sie aus Goldpokälcn,
Der Völker Schmach, und sich Unsterblichkeit.Gedrückte, die wohl niemand mochte zahlen,
Sie dienten Eines grober Ueppigkeit.
Für welche Herrn, und für wie feile GasteErsannst du Schmuck und Bader und Pallästc?
„Die Gottgestalten, die der Künstler ehrte,
Nie milderten sie der Tyrannen Herz.
Was ihrem Uebermuth und Frevel wehrte,
Auch in Dir selbst, war ihnen Tand und Scherz.Wer thun kann Alles, was sein Herz begehrte: