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Zur schönen Literatur und Kunst Theil 11 (1821) Römische Literatur. Antiquarische Aufsätze
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I. Zur römischen Literatur. 2v3

Bei keinem Dichter des Altertums indeßwünscht man sich, nenn man Einmal durch einenguten Eommentar oder Lehrer verstehen gelernt, al-len Commentar so gern weg, als bei Horaz. Ohnealle Dilogien Baxters, ehn' alle Zwischen- undEinreden seiner Bewunderer und Freunde will manden guten Gesellen, den verständigen, klugen,sitt'amen, kunst- und lehrreichen Liebling derGraz sc allein genießen und gleichsam mit ihm wohnen.

Horaz hat das Glück gehabt, von Menschenaller Art, die sich sonst um Dichter wenig beküm-mern, von Welk - Erfahrungs - Geschäfts - Männern,und zwar bis zum. höchsten Alter hinan, unvergeß-lich geliebt zu werden. Greise, die keinen Römerlasen, lasen ihn, und hatten S teilen aus ihm imMunde. Jünglingen raubt er gewöhnlich das Herz;gebildete Frauen waren ihm hold, und wenn eineder Seinigcn gleiche Muse mit günstigem Blick an-sah, zu dem kehrte er sich immer s-.nkindlicher wieder.Welche Heere von Dichtern haben ihn übersetzt, nach-geahmt, mit ihm gewetteisert, ihm nachgceisert!Seine stolze Zuversicht

ldlon omnis moriar, inliliaglie pars mei

Vsradii lükitinsm

ist nicht nur erfüllt, sondern überkroffen worden. FastZweitausend Jahre hindurch hat er allen gebildetenNationen der Welt gesungen, sie ergötzt und diefeinsten Seelen geleitet!

im vergangnen Jahrhundert liefert die LiM-iibe-ca kloraiiariri I^ips. 179g. und die Einteilungzu Mitscherlichs H'o r a z.