I. Zur römischen Literatur.,
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gen menschenfreundlich; er macht sich klein undgroß. Des Köchers Pfeile sind mannigfaltig.
Sophrvn. Ich schenke Dir nichts: dennmit deiner Gabe der Verwandlung hast du Alles.Als Dienerin der Kritik gebe ich dir nur Eine Leh-re: „bemerke stets im Besonder» das Allge-
meine; das Allgemeine führe stets auf dasBesondere zurück." Ein Dichter, der in seinenDarstellungen dies zu tkum nicht vermag, ist keinDichter; wer cs im Urthcilcn nicht zu thun weiß,kein Kunstrichter. Von Knüpfen kommt dein neu-er Name her; ich würde Dir ein Netz schenken,Thoren zu fangen und sic in Weife zu verwandeln,wenn du es bedürftest. Knüpfe deine Fragen weisezusammen; das Innere des Gcmüths hole hervor.
Ironie. Da ich die Macht habe, in Gcstal,ten beiderlei Geschlechts als Jron und als Iro-nie zu erscheinen, so werde ich mich eurer GabenUnd eures Raths dankbar erfreuen.
Sophron. Lebe wohl, Tochter.
Kritik. Lebe wohl, Nichte. Die Welt hatdeiner nöthig; bringe mir bald von deinen Ver-richtungen Nachricht*).
*) Der verständige Leser wird bemerkt haben, daßin dem vorstehenden Gespräch eines Theils dieGrenzen zwischen Kritik und Satyr e,die oft verwirrt werden, haben gezogen, andernTheils eine Geschichte der Satyre in ihren Arienund Zweigen hat entworfen werden sollen. DieAnalyse dessen, mir Belegen der Geschichte, wirdein künftiges Gespräch geben.