r!>3 I. Zur römischen Literatur.
griechisches Buch berührte. Mit Recht sagt Ruhn-ken: „ich weiß nicht, was andre denken; mir aberhat Hcmsterhuis nie größer geschienen, als da erdies von sich offen gestand und seinen Zuhörern er-zählte. Ein andrer, wie verschlagen hatte er dasMitgcrheilte genutzt! wie künstlich vertuscht und ver-schwiegen! Eben aber dieser innere Stich zeigtan, welchen hohen und wahren Begriff der Ehre.Hcmsterhuis in sich trug; das Bekenntniß seinesJrrthums vcrrieth, wie große Dinge er sich zu-traute. Wahr und schön sagt Eclsus von einemähnlichen Geständnis; des Hippokrates: „LeichteKopse, die nichts in sich haben, lassen sich nichtsnehmen; Einem hohen Genius, und der noch nachHöherem strebt, ziemt, wenn er fehlte, ein geradesGcständniß seines Fehlers."
Eine Unterredung zwischen den beiden vielleichtschärfsten Geistern des verlebten Jahrhunderts,Swift und Bentley im stillen Reiche der Ab-geschiedenen , hat ein Engländer, obgleich schwachgenug, gewagt; statt dessen möge folgendes Ge-spräch die Schatten beiher Mächtigen versöhnen.
*) Knox Versuche Th. i. Versuch rs. S. 61. derUebersetzung von Bamberger, Berlin 1781-