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Zur schönen Literatur und Kunst Theil 11 (1821) Römische Literatur. Antiquarische Aufsätze
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177
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I. Zur römischen Literatur. 177

Zitternd sprach die Henne: besuchende Freundin, ft

bitt' ich,

Wandre vorüber; mir wird, wenn ich dich sehenicht wohl.

1 r.

Die Nächtigall und die Schwalbe.

Als einst die Schwalbe sich von dein Dorfe weitVerirret, fand im Walde sie unverhofftDie Schwester Philonicie. Sie saß betrübtAuf einem Zweig' und klagte des JtyS sLod.Willkommen mir, 0 geliebte Schwester, sprachDie Schwalbe, so lang' Hab' ich dich nicht gesehn.Allein was machst du hier in der Wüstency?

Wo deinen süßen Gesang du Thiercn singst;

Komm mit mir auf das Dorf, zu den Menschen,

komm,

Sie alle wird dein liebliches Lied erfreuen;

Und bei mir sollt du wohnen." O Schwester, sprachDie betrübte Nachtigall und erfeufztc tief,

Zu Menschen lad'st du mich, die mir alles WehAnkhaten! Von ihnen kommt mein Unglück ja,

Und immer wird mir ihr Anblick bitter seyn.

O laß im wilden Walde mich hier allein,

Der Fels ist doch unschuldig an meinem Schmerz."

Herders Werke Lit. u. Kunst. Xi. M L,t.