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I. Zur römischen Literatur.
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Fabeln*).
Z»m Lheil nach Phadrus.
Den Fabelinhalt, den Aesopus fand,
Hab' ich sechsfüß'gen Verse» cingcpragt.Zwiefachen Zweckes, daß mein Buch ergötz',Und daß mit kluger Unterweisung esBerathe. Wer nun etwa tadeln will,
Daß Baume sprechen und nicht Thiere nur.Der denk', es sei der Fabeldichtung Scherz.
Wolf und Lamm.
Zu einem Fluße kamen Wolf und Lamm,
Dürstend. Den Fluß hinaufwarts stand der Wolf,Das Lamm weit abwärts. Und mit frechem Mau!Erhub der Mörder stracks Ursach zum Streit.
Was trübst du, schrie er, da ich trinkm willDas Wasser mir? Wie kann ich sprach mit Zittern
*) Die meisten sind aus Phadrus, andere nach ver-,schredenen andern Fabeldichtern gebildet.