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Zur schönen Literatur und Kunst Theil 11 (1821) Römische Literatur. Antiquarische Aufsätze
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XVIII
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Vorrede.

erklärt werden. An Sarkophagen hätte man glau-ben sollen, ließe sich mit aller Wahrscheinlichkeit an-nehmen , daß sich das an denselben angebrachteBildwerk aufden Tod oder den Tobten beziehen müßte.Und doch ist nichts unsicherer. Offenbar ist dasvom Künstler vorgestellte so mannigfaltig, daß selbstein Mystiker oder antiquarischer Nudbcck nicht allesauf Tod und Sterben deuten kann ; es bestätigetsich dadurch die Vermuthung, daß oft eine Kisteim Hausgcräthe zum Sarkophag genommen, oderbei dem Künstler vorausbestcllt, und diesem über-lassen war , jede Künstlerphaittasie darzustcllcn, dieihm vorkam; eben wie es der Fall mit den ge-malten Vasen gewesen seyn muß, die zu Aschcnqe-fäßen oder Urnen gedient haben. Auch diese Be-merkung hat Herder an einem andern Orte bcige-bracht: (Zerstreute Blätter, 2te Samml. zweite

verbesserte Ausgabe. 1796. Seite 35 g. 36 o.)

Auf der andern Seite läßt sich doch aber auchnicht alle Deutung des Bildwerks der Sarkophen,auf den Verstorbnen, aus den Ucbcrgang in die Un-terwelt, und die Fabel des Orcus und Elysiums,abläugnen. Die schönsten Deutungen dieser Arthat Herder ausgefundcn; wohl gicbt es auch kei-nen denkbaren Gegenstand, auf den sich so vielesdeuten ließ , als Tod und Unterwelt; und keine,lieblichem Bilder lassen sich aurdenken, als die vonSchlaf, als Symbol des Todes, entlehnt sind.