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Religion und Theologie Theil 2 (1826) Vom Geist der ebräischen Poesie ; 2
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323
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der Ebcaisehen Poesie. 3-3

Heil ihm, der dir vergilt!

Der dir vergilt/ was du an uns gethan/

Heil ihni/ der deine Säuglinge ergreift,

Und wirft sie an den Fels.

Ich nehme am letzten Fluche keinen Theil; dasLied scy aber in oder unmittelbar nach der Gefan-genschaft gemacht: so ist der Gang desselben in sei-nen ruhrenden Accenten sehr schon. Sein liebesVaterland wird dem Sänger übcr alles heilig.

3 . Jede Empfindung hat ihr Ganzes. DieTrauer, die sich zur Freude hebt, der Schmerz, dersich zur Ruhe senket, die Ruhe, die freudiges Zu-trauen wirb, die Betrachtung, die sich zuletzt inEntzücken verlieret, das Entzücken, das sich zurruhigen Betrachtung mildert jeder Affekt hatseinen eignen Gang, ec giebt mithin einen ainbi-tum des lyrischen Gesanges, wobei man am EndeVollendung fühlet. Ich müßte den größten Theilder übrigen Psalmen durchgechn, wenn ich hier ord-nen wollte, denn alle sind von Empfindung belebt;hier stehen einige wenige Proben:

Psalmen, die von Klage zum Trost.sich he-ben: Pf. 6. 22. 6o. 62. 85 . 148 und viele andre.

Psalmen, in denen der Eifer- und Heldengeist

stet zu werden da ist. Wir haben im erstenLheile gesehen, daß vom Ursprünge und NamenBabels her den Ebraern beinahe Synonymumblieb, sie als eine Berwüsterin und Verwüstete,als eine Verwirrerin und Verwirrte zu bezeichnen.

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