der Ebraischen Poesie. 3 s r
Befreiung aus der Gefangenschaft.
Ein Nationalgesang. Ps. 126. .
Als Gott die Gefangenen Zions zurücke kehreyließt):
Wie Träumende waren wir da:
Da war voll Lachen unser Mund,
Und unsre Zunge voll Freudegesang 8).
Da sprach man unter den Völkern:
„Der Herr hat Großes an ihnen gethank)!"
Der Herr hat Großes an ihnen gethan,
Deß freuen wir uns !
So wende denn auch jetzt, Herr, unsre Ge-fangenschaft,
Wie du die Wasser dort in Süden wandtest!).
Der Saemann säet in Thräsien;
Und erntet mit Freudegesang.
Er geht dahin und weint und trägt hinweg denSamen,
Er kommt zurück und singt und bringet volleGarben.
Könnte man ein Volk barbarisch nennen, das nur
1) Aus Aegypten,x) r Mos. rg.
Ir) 2 Mos. r5, rü- Die Worte nehmen einen schönenund deutlichen Sinn, wenn man sie von der er-sten Befreiung auslegt; die Anwendung davonmacht eben das schöne Ganze des Liedes,i) Im Schilfmeer nehmlich 2 Mos. il».
HnderS Werks j. Rel. «. Thevt. II. T