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Religion und Theologie Theil 2 (1826) Vom Geist der ebräischen Poesie ; 2
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Eben hieraus ergicbt sich aber auch, daß derPunkt der Vereinigung dieser mächtigen Künste spar-sam und zart sei). Nicht alle Bilder der Poesie er-zeugen Geberden, nicht alle Töne der Musik erwek-ken den Tanz der Empfindung. Geht Eine weitvor sich: so bleiben die andern zurück, und das har-monische Dreieck, das nur Lurch eine tauschende Ueber-cinstimmung seiner Seiten schön ward, kann aufvielfache Weise ein Ungeheuer werden: in welchemFall es ungleich besser ist. daß jede Kunst für sichihren Gang verfolge. Dies war der Augenblick, dajede dieser Schwestern für sich Kunst ward. Wassie durch Trennung von ihren Gespielinnen verlor,mußte sie sich nun durch eignen Schmuck ersetzen:sie studirte also sich selbst, bildete sich aus aufs be-ste, da sie konnte, und wirkte jetzt eigenmächtig, dasic voraus immer auf andere, die doch nicht ganzihr Wesen waren, hatte Rücksicht nehmen müssen.Unlaugbar ists also, daß jede dieser Künste, alsKunst, (objscnivs) durch die Trennung gewonnen;ob sic wohl eben so unzweifelhaft, (sulstLmivö)als Organ der Natur, verloren.

Also wird cs auch nur gewisse Zeilen geben,da diese Künste mit Gleichgewicht vereinigt werdenkönnen, wenn nämlich keine derselben noch eigentli-che, verseinte Kunst ist. Alsdann hat die Poesienoch keine Luftschlösser gemalt, wo ihr weder Tanznoch Ton nach kann: alsdann ist die Musik nochnicht so kunstreich, daß es einer Bögelsprache be-dürfte, ihre Gange und Töne mit Worten zu be-zeichnen : auch der Tanz ist in diesem Zustande we-niger Kunstlabyrinth als ein natürlicher, von der