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Religion und Theologie Theil 2 (1826) Vom Geist der ebräischen Poesie ; 2
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151
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derEbräischen Poesie.

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Und Schlangen stechen, langsam frißt der TodIn vierzig Jahren deine Feinde weg.

Sprich aus, was dir Jehovahs Mund gebot,

Führ' aus, was du auf Berges Höhe sahst,Zermartre dich und stirb, im Blicke traurig-froh,An deines Landes Rande-

Stirb, daß du alle Gräuel nichtDer Könige, der Landverwüster, sehst,

Daß um dein heilig-weises Gottgesetz,

Mißbraucht von Abcrglaub' und Heuchelei,Verkannt von Dummheit, und vom AffenstolzVerhöhnt, ja gar zernagt vom Letternzahn

Daß um das Alles dich der Eifer nichtVerzehre! Deine Hütte mußTraurig zerfallen! Deines Gottes Thron,

(Er thronte nur auf Recht und Wissenschaft!)Geraubt muß er, entweiht, vergessen werden!Veraltern mit der Jahre FluchtNicht auch die Himmel? Altert nichtDein Sinai? Wo liegen sie,

Die Tafeln, die dein Gott dir schrieb?

Begraben sind sie, wie dich Gott begrub!

Seh ich nicht da ein ander weiter Zelt?

Der Unsichtbare wohnt nicht mehr in Dunkelheit:Er glänzt auf des erhabenstenPropheten Angesicht.

Und vor ihm flammt das siebenarmge Licht,

Des Geistes Blick, gesandt in alle Welt,

Und vor ihm duftet süßer Rauch

(Gebet der Heiligen!) und draußen fließt ,

Unreiner Sünder Lod-Entsündigung,

Dersöhnungsblut.