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Religion und Theologie Theil 2 (1826) Vom Geist der ebräischen Poesie ; 2
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Seite
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so alter Zeiten, wäre, dünkt mich, ein edleresThema als Abentheuer in Schlackten und Reisen.Der älteste Gesetzgeber, den wir kennen, richteteIdeen ins Werk, die uns in manchem noch jetztzu neu und zu hoch sind. Die Geschichte seinesLebens ist voll wunderbarer Abwechslung. In Aegyp-ten geboren und erlogen, verbannete er sich selbstpatriotisch: sein Beruf in der Wüste, der Wett-streit des Gottes seiner Vater mit Pharao und denWeisen Aegyptenlandes, die Ausreise durchs Meer,Feuer- und Wolkenfaule, die Gesetzgebung, dieWunder in Arabien sammt der Aussicht nach Ka-naan hinüber, alle dies gäbe einen Stoff an dieHand, der an Reichtham und Abwechslung vonNatur-, Kunst-, Religions-, Sitten- und Völker-materien, mit dem naturvollsten Wunderbaren be-gleitet von selbst zur Epopee, d. i. zu einer altenSitten- und Heldencrzahlung würde. Doch möchteich mit dieser kleinen Exposition keinen Deutschen,sondern einen deutschen Ebräcr geweckt haben ! Ihmist der Gegenstand national: seine unbefangenere,frühere Bekanntschaft mir den Dichtern feiner Na-tion müßte ihm eine altere Naivetat geben, alsman von einem deutschen Gelehrten fordern könnte.Wir haben die Bücher Moses, und wenn wir daGeschlechrsreyister und Nebenumstande weglassen unddie urkundlichsten, mit poetischer Fülle und Einfaltgeschriebenen Sachen nur zusammcnschicben: so ha-ben wir ja die älteste und achteste Epopee der Tha-ten und Gesetze Moses.

Da wir von seinem Beruf schon geredet ha-ben: so betrachten wir jetzt nur Eins seiner Werke,