der Ebräischen Poesie. 53
Bor der Stimme der Rufenden,
Der ganze Pallast war voll Rauch.
Voll Opferrauchs nämlich, zu dem auch die glü-hende Kohle des Altars und der Lobgesang der Prie-ster gehöret: Königs- und Tempelpracht sind hierzusammen verbunden. — Dem Ezechiel erscheintGott auf einem Wagcnthron in den Wolken: dersapphirne Boden unter seinen Füßen ist aus demGesicht der Aellestcn bei Moses; die Fcuergestalt,in der er sich zeigte, aus Mose selbst; nur daß die-ser alte Seher Gott nicht in Menschengestalt sah.Der späte Daniel ist der Erste der Propheten, dereine Menschengestalt Gottes ausführlich zu schildernwaget; aber auch bei ihm ist die Erscheinung nurNachtgesicht, nicht Anschauung; sie ist Figur unterandern symbolischen Traumsiguren:
Das alles sah' ich, bis sich Thron'erhoben,
Der Alte der Tage thronete:
Sein Kleid war weiß wie Schnee,
Wie reine Wolle seines Hauptes Haar,
Sein Throp war Feuerflamme,
Die Räder seines Thrones brennend Feuer.
Ein wälzender Feuerstrom ging ausBon seinem Angesicht:
Tausendmal tausend dienten ihm,
Zehntausendmal zehntausend standen vor ihm,
Er saß Gericht,
Die Bücher wurden aufgethan — u. f. *)
Auch dieses Bildes Züge sind vom Berge Sinai,wie sie Moses Segen, mehrere Psalmen, auch daL
') Daniel 7 , g.