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Religion und Theologie Theil 2 (1826) Vom Geist der ebräischen Poesie ; 2
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der Ebräischen Poesie. 53

Bor der Stimme der Rufenden,

Der ganze Pallast war voll Rauch.

Voll Opferrauchs nämlich, zu dem auch die glü-hende Kohle des Altars und der Lobgesang der Prie-ster gehöret: Königs- und Tempelpracht sind hierzusammen verbunden. Dem Ezechiel erscheintGott auf einem Wagcnthron in den Wolken: dersapphirne Boden unter seinen Füßen ist aus demGesicht der Aellestcn bei Moses; die Fcuergestalt,in der er sich zeigte, aus Mose selbst; nur daß die-ser alte Seher Gott nicht in Menschengestalt sah.Der späte Daniel ist der Erste der Propheten, dereine Menschengestalt Gottes ausführlich zu schildernwaget; aber auch bei ihm ist die Erscheinung nurNachtgesicht, nicht Anschauung; sie ist Figur unterandern symbolischen Traumsiguren:

Das alles sah' ich, bis sich Thron'erhoben,

Der Alte der Tage thronete:

Sein Kleid war weiß wie Schnee,

Wie reine Wolle seines Hauptes Haar,

Sein Throp war Feuerflamme,

Die Räder seines Thrones brennend Feuer.

Ein wälzender Feuerstrom ging ausBon seinem Angesicht:

Tausendmal tausend dienten ihm,

Zehntausendmal zehntausend standen vor ihm,

Er saß Gericht,

Die Bücher wurden aufgethan u. f. *)

Auch dieses Bildes Züge sind vom Berge Sinai,wie sie Moses Segen, mehrere Psalmen, auch daL

') Daniel 7 , g.