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Religion und Theologie Theil 2 (1826) Vom Geist der ebräischen Poesie ; 2
Entstehung
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dcß nicht heut geschieht, geschieht morgen ; undwem über Manches in diesem Theile noch nichtGenüge gethcm ist, den bitte ich etwa noch dendritten und letzten Theil zu erwarten.

Wissentlich habe ich niemand beleidigt; auchmit keinem Worte über jemanden abgeurtheilt. Alsoerweise man mir auch diese Billigkeit; man urthei-lle, aber spreche nicht ab. Ich lasse jedem seinenKranz von Verdiensten; ich sammle nur Aehrenzum Nutzen und etwa Blumen zum Vergnügen.Welche Freude wäre es für mich, die Ansicht derHeiligen Schriften von der Seite, von welcher ichsie bearbeite, leichter, natürlicher, angenehmer ge-macht zu haben! Die Wirkung dieses Eindruckserstreckte sich damit so weit! viel weiter, als ichsie auch nur mit Winken angeben mag.

Die Anmerkungen, die manchen Lesern zu ge-lehrt Vorkommen dürften, wünschte ich diesen unge-lesen; sie sind für andre da, denen die Gründemeiner Uebersetzung dargelegt werden mußten. KeinWort ist in ihnen umsonst oder der Gelehrsamkeitwegen; denn mein Beruf ists nicht, ein Wort-kritiker der ebraischcn Sprache zu seyn, sondern dieBücher derselben verständlich zu machen und zumNutzen anzuwenden. Weimar, den 24. April 1782.