Thiere gut. Der Severin muß doch das Herz aufdem rechten Fleck haben, daß er so ein Frauele genom-men hat."
Als sie ihm zuletzt noch den Rock auszog und theilsmit Worten theils mit Zeichen ihm sagte, es sei vielschöner, wenn er in Hemdermeln sei und er brauchesich vor ihr nicht einen Zwang anthun, da riefBrosi:
„Moni, wenn du nicht mit mir goldene Hochzeitmachst, da geh ich nach England und hol mir auch soeine." Er sprang in die Höhe und seine Hand, diesich wie Tannenrinde anfühlte, faßte die Hand derjungen Frau, und mit großer Beschwerde erklärte erihr, daß sie auf seine goldene Hochzeit kommen undmit ihm tanzen müsse. Die junge Frau, die von dieserbevorstehenden Feier schon wußte, ahmte als Bekundungihres Verständnisses den Geistlichen und den Bräutigamund die Braut und die Musikanten nach. Brosischnupfte nochmal so viel vor Freude, aber putzte sichdie Hand schnell ab und faßte immer wieder die Handseiner Söhnerin und sagte immer zu den Umstehenden:
„Das Händle ist wie lauter Seide und Baumwoll',o wie muß das einen streicheln," er führte sich dieHand über seine Backen und machte die Geberdcn deshöchsten Entzückens.
Am Abend konnte der Brosi seinem Severin garnicht genug erzählen, welch eine liebe Frau er haheund er schaute den Sohn viel freundlicher an. Inihrem Hause sang Brosi für seine Söhnerin, die umeinen Sang gebeten hatte, mit seiner Frau, dem Rösle,