den Fenstern herein und theiltcn sich ihre Bemerkungenüber Severin und seine Frau mit. Das Nösle, dasmit seinen Kindern laut schreiend und weinend daherkam, hatte Mühe, sich zu dem Bruder hindurch zuarbeiten, um ihm an den Hals zu fallen. Es schicktesogleich seinen ältesten Sohn zu dem Vater, der draußenauf der Bömleswiese mähte, und Moni bat die Ver-sammelten um einen Boten nach Endringen, um dieMariann und den Petersepp zu holen. Drei Botenstellten einen Wettlauf an. Die junge Engländerinäußerte gegen ihren Mann ihre Freude, daß das ganzeDorf so umherstehe und Alles die Freude des einenHauses theile. Severin schien aber nicht dieser Meinung,er bat die Leute zuerst in freundlichem Tone, sich zuentfernen und als dieß nicht geschah, drückte er dieThüre zu und schob einige Widerwillige nicht ebensanft hinaus.
„Mit welcher Gelegenheit seid ihr ankommen?"fragte Brosi, als ob das das Wichtigste wäre.
„Mit einem Hauderer," antwortete Severin kurz.
„Du bist nicht versteckt, sie ist sauber," sagte Brosiauf die junge Frau winkend, die die Hand der Mutternicht losließ, „ihre Haare glänzen ja wie Gold, undwas sie ein paar Augen im Kopf hat und dasHelle Gesicht, die ist gewiß gut. Hat sie auch bravBatzen?"
„Nicht viel, ich bin überhaupt nicht reich, Hab' abermein gutes Auskommen."
„Wie so hast die Anstellung kriegt? Du bist dochder im Blättle?"
Auerbach, Dorfgeschichten, 3. Band.
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