Druckschrift 
3 (1853)
Entstehung
Seite
423
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darum angelegen, er möge doch die Bömlcswiese ver-bessern, dadurch, daß man dem Bache eine andereRichtung gebe, Brosi hatte ihn damit abgewiesen, aufimmer wiederholtes Dräng en aber ihm endlich gestattet,beim Forstamte die Erlaubniß dazu nachzusuchen unddie Sache selber auszuführen. Nach vielen vergeb-lichen Gängen erhielt Severin die Genehmigung, undmit theils selbstgefertigtem, theils entlehntem Hand-werkszeug steckte er die Wiese ab und leitete den Bachgerade durch, wobei er noch Vorrichtungen zur be-quemen Wässerung anbrachte, daß die Wiese um dieHälfte mehr werth war und das Lob Severins imganzen Dorfe sich ausbreitete. Dieß schien ihm abernicht zu genügen, er blieb verdrossen und einsilbig.

An der Kirchweih ging er wohl auch zum Tanze,aber er saß still bei seinem Schoppen und schaute nichtauf, wenn Vater und Mutter zur Bewunderung Allerihre Tänze ausführten; ja, er sagte der Mutter, esschicke sich nicht mehr für sie, die Junge zu spielen undMoni, der das selber schon nicht mehr genehm war,ging das Jahr darauf gerade an dem Tage in dieMühle zum Mahlen. Alt und Jung wollte sich diegewohnte Freude nicht nehmen lassen und man entboteine Gesandtschaft mit einem vorausgehenden Klarinet-tisten als Herold zu Moni in die Mühle, sie aberwies jede Einladung entschieden ab und sagte zuletzt:Nicht zehn Gäule bringen mich zum Tanz." DerJörgtoni wußte hierauf einen gescheiten Ausweg, dermit Halloh ausgeführt wurde; man spannte elf Gäulean einen Schlitten, und Moni mußte wider Willen