Druckschrift 
3 (1853)
Entstehung
Seite
407
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wurden gewitzigt und selbständig und früh auf einspärliches Umtreiben hingewiesen.

Wenn Brost im Frühling auf die Wanderschaftzog, begleitete ihn die Mutter mit den Kindern, diebeiden Eheleute sangen nicht mehr, aber Brost riefnoch laut in der Ferne die Namen seiner Kinder nacheinander und das war doch noch herzerfrischender alsaller Gesang.

Jedesmal wenn Brost von der Wanderschaft nachHaus kam, kaufte er in der Stadt ein Wcißbrod undje mehr Kinder im Hause waren, je mehr Theilewurden daraus gemacht.

Das Heimweh Brosi's wurde oft wieder stärker,in den letzten Herbstwochen war er immer ein ver-drossener Arbeiter, ohne rechte Eßlust und ohne rechtenSchlaf. Um sich zu bezwingen, setzte er sich daherjedesmal noch eine Woche weiter zum Aufenthalte inder Fremde fest, aber jedesmal wenn diese Woche kam,schenkte er sich dieselbe und eilte heim zu seiner Moniund zu seinen Kindern.

Brost hatte noch eine zweite Wiese von anderthalbMorgen, die sogenannte Bömleswiese gekauft, es wardieß der Boden eines abgetriebenen Waldes im unternForlenthale, da wo der Bach eine so starke Biegungmacht, daß er die Wiese mehr als im Halbkreise um-zieht. Moni hatte auch eine erkleckliche Beisteuer dazugegeben, denn trotzdem sie vier Kinder hatte, gewannsie immer noch so viel Zeit zum Spinnen, daß sieneben dem Hausbedarf an Leinen fünfzig Ellen jährlichverkaufen konnte und daneben legte sie noch manches